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Verzögerter Bruch an verzinkten Schrauben

   

Bild 1: Bruchflächen der Bolzen Nr. 1 (links) und Nr. 2 (rechts)
Bild 2: Bolzen 1 - Übersicht, Nital-geätzt
Bild 3: Bolzen 2 - Rissstartbereich, Detail
Bild 4: Bolzen 2 - Rissstartbereich, Detail
Bild 5: Bolzen 1 - Rissstartbereich, Nital-geätzt

 

Beschreibung
In eine Versorgungsbrücke aus Stahl eingebaute verzinkte Schrauben der Qualität 10.9 versagten nach relativ kurzer Einbauzeit. Die Brüche an einzelnen Schrauben erfolgten spontan, die Brüche selbst waren makroskopisch verformungsarm.  

Schadensursache
Die Schraubenbrüche weisen die Merkmale eines zähen Gewaltbruches auf. Die Mikrobruchstruktur entspricht jener eines Vergütungsgefüges. Lediglich in den zur zylindrischen Schraubenoberfläche hin gelegenen Bruchbereichen finden sich die Merkmale für eine wasserstoffinduzierte Werkstoffversprödung. Es handelt sich hierbei um Korngrenzenklaffungen, Mikroporen und Reste von Verformungsgraden. Diese Befunde werden durch metallographische Ergebnisse erhärtet. Die Ergebnisse sprechen für eine verzögerte Bruchbildung, die in den Schrauben aufgetreten ist. Verursacht wurde diese Werkstoffschädigung offensichtlich durch eine wasserstoffinduzierte Werkstoffversprödung, einem Fehler, der bei der Verzinkung der Schraubenoberflächen entstanden sein muss.

Abhilfe
Die restlichen in der Brücke verbauten Schrauben gleicher Charge wurden gegen neue ausgewechselt. Die Brücke konnte daraufhin in den Betrieb übernommen werden.

Unsere Leistung - Ihr Nutzen
Die Schadensanalyse ermöglichte eine gefahrlose In-Betriebsetzung der Versorgungsbrücke, da sie rechtzeitg auf versteckte Werkstofffehler in Verbindungselemente hinweisen konnte.

Beratung durch:
TÜV SÜD Industrie Service GmbH

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