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Pipelines

Der netinform Wegweiser "Pipelines" unterstützt Sie bei der Planung und Durchführung Ihres Projektes. Sie erhalten Informationen zum reibungslosen Betrieb der Fernleitung bis hin zur Sanierung von Fehlstellen.

Vorschriften und technische Regelwerke
Bau von Fernleitungen
Stresstest
Sanierung von Fernleitungen
Sicherheit / Schadensstatistiken
Allgemeines
Allgemeines

Allgemeines


Im Jahr 1960 wurde mit dem Aufbau eines Pipelinenetzes in Deutschland begonnen, der seine Hochphase in der Zeit von 1970 bis 1990 erfuhr. Mittlerweile werden 2/3 des deutschen Energiebedarfs über Pipelines transportiert (z.B. Ruhrgas ca. 14000 km DN 500 - 1400 PN60 -  PN 100).

Zum störungsfreien Betrieb von Pipelines sind Prüfungen bereits im Zuge der Errichtung, aber auch während des Betriebes erfordelrich. Sie dienen als Integritätsnachweis zur Sicherung der Versorgung und zur Schadensprävention.

Intelligente Molche werden zum Nachweis der Integrität von Pipelines bereits vor deren Inbetriebnahme eingesetzt. Während des Betriebs erhöhen sie deren Verfügbarkeit, lassen Fehlstellen erkennen und dienen zu Sanierungszwecken.
mehr zu "Intelligenten Messmolchen" ...

Mit dem innovativen Sanierungsverfahren "Hot Sleeves" können Fehlstellen (Wanddickenminderungen, Riefen, ...) schnell und kostengünstig saniert werden, ohne die Leitung zu entleeren, zu trennen oder Außerbetrieb zu nehmen.
mehr zu "Hot Sleeves" ...


Kontakt:
Hans-Joachim De la Camp
TÜV SÜD Industrie Service GmbH, München
Telefon: +49 (0)89 5791-1858
Intelligente Molche
Intelligente Molche

Nachweis der Integrität von Pipelines


Zur Fehlersuche von Beulen, Wanddickenminderungen oder Rissen an Rohren werden bei der Wartung und Instandhaltung von Fernleitungen immer häufiger Messmolche eingesetzt, mit deren Hilfe sich der Leitungszustand zerstörungsfrei und ohne Betriebsunterbrechung prüfen lässt.

Das VdTÜV Merkblatt 1069, 05.2002, regelt die Anforderungen an die Molche / Qualifizierung von Messmolchen hinsichtlich:
     
  • Fehlererkennung
  •  
  • Fehlergenauigkeit
  •  
  • Datenspeicherung/-sicherung
  •  
  • Voraussetzungen zur Molchung
  •  
  • Reproduzierbarkeit
  •  
  • Fehlerortung
  •  
  • Berichtserstellung
Intelligente Molche werden zum Nachweis der Integrität von Pipelines bereits vor deren Inbetriebnahme eingesetzt. Während des Betriebs erhöhen sie deren Verfügbarkeit, lassen Fehlstellen erkennen und dienen zu Sanierungszwecken.


Fehlertypen, die die Sicherheit beeinträchtigen, sind z.B.


Formabweichungen, wie:
     
  • Unrundheit
  •  
  • lokale Formabweichung (Beulen, Aufdachungen)
Wanddickenminderung durch:
     
  • Korrosion
  •  
  • Herstellung
  •  
  • Materialabplatzung
  •  
  • Doppelungen
Risse aufgrund von:
     
  • Schädigungen des Werkstoffes
  •  
  • örtlicher Überbeanspruchung

Je nachdem welcher Fehler vorliegt wird in unterschiedliche Molchtypen unterschieden:

Geometriemessmolch:
Beulen, Ovalitäten, Wellen, Falten, Rundnähte. Einbauteile, Durchmesseränderung




Wanddickenmessmolch:
Walzfehler, Doppelung (warm eingebracht), Oberflächenfehler z.B. Riefe (kalt eingebracht), Korrosion, Erosion, Schleifspuren (kalt eingebracht), mechan. Nachbearbeitung


" Wanddickenmessmolch auf Ultraschallbasis"



"Wanddickenmessmolch auf Magnetstreuflusstechnik"


Risssuchmolch auf Ultraschallbasis:
Risse (Ermüdungs- Spannungskorrosions-Wasserstoff-Risse), Doppelung, schrägverlaufend, treppenförmig




Leckerkennungsmolch:
Erkennung von Leckagen




Sanierung

Ist eine Fehlstelle erkannt worden, besteht eine Möglichkeit zur Sanierung in der Entfernung der Fehlstelle und anschließendem Setzen eines Passstückes. Hierfür sind folgende Maßnahmen erforderlich:
     
  • Leitung entleeren
  •  
  • 1000000 Nm² Gasverlust
  •  
  • Förderunterbrechung
  •  
  • Hohe Kosten für Sanierung
  •  
  • Neues Rohr, schweißen, Druckprobe ...

Ein alternatives Sanierungsverfahren ist "Hot Sleeves", ein Verfahren, mit dem Fehlstellen (Wanddickenminderungen, Riefen, ...) schnell und kostengünstig saniert werden können, ohne die Leitung zu entleeren, zu trennen oder Außerbetrieb zu nehmen.

mehr zu Hot Sleeves ...


Kontakt:
Hans-Joachim De la Camp
TÜV SÜD Industrie Service GmbH, München
Telefon: +49 (0)89 5791-1858
Hot Sleeves
Hot Sleeves

Innovatives Sanierungsverfahren für Pipelines


Im Zuge der Instandhaltung von Fernleitungen werden vermehrt Messmolche zur Überprüfung des Zustandes der Wandung des Leitungsrohres eingesetzt. Die dabei gefundenen Fehlstellen bedürfen - je nach Art und Größe und sofern sie aus sicherheitstechnischer Sicht nicht mehr belassen werden können - einer Sanierung. Diese ist in der Regel mit der Außerbetriebnahme der Anlage verbunden. Je nach Leistungsdurchmesser geht sie teils mit erheblichen Produktverlusten einher.

Mit "Hot Sleeves" existiert ein Verfahren zur Pipeline-Sanierung bei laufendem Betrieb


Bei Hot Sleeves handelt es sich um ein Verfahren, mit dem Fehlstellen (Wanddickenminderungen, Riefen, ...) schnell und kostengünstig saniert werden können, ohne die Leitung zu entleeren, zu trennen oder Außerbetrieb zu nehmen.

Kurz, ein Verfahren um Fernleitungen oder auch Druckbehälter schnell, kostengünstig und dauerhaft in ihre ursprüngliche Festigkeit zurück zu versetzen.

Die Vorteile von "Hot Sleeves":
     
  • Die Sanierung erfolgt bei laufendem Betrieb. Ausfälle werden vermieden.
  •  
  • Die Sanierung ist zeitsparend und erfolgt ohne großen Aufwand.
  •  
  • Die geschwächten Rohre werden festigkeitsgemäß wieder in den Zustand ungeschädigter Rohre zurückgeführt.
  •  
  • Das Verfahren kann sowohl zur Sanierung von Innen- als auch von Außenfehlern verschiedener Art und Fehlergeometrie angewandt werden.
  •  
  • Sämtliche Schweißarbeiten erfolgen nur an den Manschetten und nicht an dem zu sanierendem Rohr.

Die Funktionsweise von Hot Sleeves:

2 Halbschalen artgleichen Materials und gleicher Abmessung werden
     
  • um das geschädigte Rohr gespannt 
  •  
  • mit einer Längsnaht zum Schlitzrohr verbunden
  •  
  • durch gleichmäßiges Erwärmen des Schlitzrohres - Längenänderung
  •  
  • Druckabsenkung auf der Leitung
  •  
  • unter Wärmezufuhr 2. Längsnaht schweißen
  •  
  • durch Abkühlung der Manschette Schrumpfung des Materials
  •  
  • passgenauer Sitz auf der Rohrleitung
Der Zeitaufwand liegt, abhängig vom Durchmesser, bei ca. 3 bis 5 Stunden.



Vorbereitende Arbeiten:
     
  • Material für 2 Halbschalen aus altgleichen Werkstoff - Herstellung der Halbschalen mit Schweißnahtvorbereitung
  •  
  • Spannschelle für DN 1200
  •  
  • Vorwärmeinrichtung
  •  
  • Schweißeinrichtung
  •  
  • Messwerkzeug für Umfangsdehnungsmessung

Einsatzmöglichkeit von Hot Sleeves:

Fehlerarten:
     
  • Wanddickenminderungen
  •  
  • Schalen zur Oberfläche laufend (Laminationen)
  •  
  • Blisters mit Aufwölbung zur Rohrinnenseite

Fehlergeometrie:
     
  • Fehlerausdehnung in Umfangsrichtung
  •  
  • Innenfehler über gesamten Rohrumfang
  •  
  • Außenfehler über den gesamten Rohrumfang mit Abstützung
  •  
  • Fehlerausdehnung in Längsrichtung

Kontakt:
Hans-Joachim De la Camp
TÜV SÜD Industrie Service GmbH, München
Telefon: +49 (0)89 5791-1858