Wasserstoff / Brennstoffzellen
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Sicherheit von Wasserstoff

Wasserstoff ist "zündfreudig", das heißt er reagiert leicht mit Sauerstoff und verbrennt dabei zu Wasser. Dies ist genau die Eigenschaft, die seine Eignung als Kraftstoff ausmacht.
Das Gefahrenpotential von Wasserstoff ist nicht größer als das von Erdöl, Erdgas oder Uran. Seinen physikalischen und chemischen Eigenschaften nach gehen vom Wasserstoff keine außergewöhnlichen Gefahren aus. Daher gibt es für ihn z. B. in Deutschland keine anderen Sicherheitsvorschriften als für alle anderen brennbaren Gase.
Flüssige Energieträger führen bei Unfällen häufig zur Bildung von Brandteppichen am Unfallort, z.B. bei Autounfällen oder Flugzeugunglücken, wo ein Großteil der Opfer in den Flammen umkommt. Wasserstoff entweicht in solchen Fällen sehr schnell nach oben. Auf der anderen Seite besteht eine höhere Explosionsgefahr, wenn Wasserstoff in geschlossenen Räumen freigesetzt wird, etwa in Garagen oder Tunneln. Hier ist für eine erhöhte Belüftung und eventuell für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu sorgen.

Die chemische Industrie nutzt Wasserstoff seit hundert Jahren. Die sicherheitstechnischen Erfahrungen gelten als gut.

Anmerkung:
Der Ausbruch des Feuers, das im Jahre 1937 das Luftschiff LZ 129 "Hindenburg" in Lakehurst vernichtete, hatte nichts mit dem Wasserstoffgas zu tun, das in großen Mengen als Auftriebsmittel an Bord war. Ursache waren vielmehr die chemischen und elektrischen Eigenschaften des Anstrichs der Außenhülle in Verbindung mit den besonderen Wetterbedingungen, die am Tag des Unglücks in Lakehurst herrschten. In einer Gewitteratmosphäre wurde der extrem brennbare Außenanstrich des Zeppelins von einer elektrostatischen Entladung entzündet. Das Feuer griff anschließend auf den Wasserstoff über.
Wäre das Luftschiff wie häufig behauptet "explodiert" hätte dieses Foto nicht entstehen können. Tatsächlich ist der Wasserstoff nach oben hin abgebrannt. Alle Passagiere die nicht abgesprungen sind, haben das Unglück überlebt! Wäre ein flüssiger Treibstoff in Brand geraten, wäre das Unglück viel verheerender verlaufen, da ein flüssiger Treibstoff immer nach unten läuft und dort einen Brandteppich bildet!