Gewässer- / Ex-Schutz
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WHG Know-how

Gewässer- / Ex-Schutz: Fachbetrieb nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG): Umstellung der gesetzlichen Vorgaben von den VAwS der Bundesländer auf die AwSV (09.06.2017)

Für Betriebe, die handwerkliche Tätigkeiten an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ausführen, ist in einem bestimmten Rahmen die Verpflichtung zur Zertifizierung als Fachbetrieb nach WHG zu beachten.
Mit der Umstellung der gesetzlichen Vorgaben von den VAwS der Bundesländer auf die AwSV als Regelung des Bundes zum 01.08.2017 ist auch eine Anpassung der Fachbetriebspflicht erfolgt.

Die relevanten Tätigkeiten werden anders gefasst und die in Frage kommenden Anlagentypen werden ausgeweitet. Als Tätigkeiten werden genannt:
  • errichten,
  • von innen reinigen,
  • instand setzen und
  • stilllegen.
Der Einsatz eines Fachbetriebs nach WHG wird bei Ausführung dieser Tätigkeiten an
  • unterirdischen Anlagen,
  • oberirdischen Anlagen zum Umgang mit flüssigen wassergefährdenden Stoffen der Gefährdungsstufen C und D,
  • oberirdischen Anlagen zum Umgang mit flüssigen wassergefährdenden Stoffen der Gefährdungsstufe B innerhalb von Wasserschutzgebieten,
  • Heizölverbraucheranlagen der Gefährdungsstufen B, C und D,
  • Biogasanlagen,
  • Umschlaganlagen des intermodalen Verkehrs sowie
  • Anlagen zum Umgang mit bestimmten aufschwimmenden flüssigen Stoffen und Gemischen
verpflichtend.

Beispielsweise erfordert damit die Instandsetzung eines versenkt eingebauten Hydraulikhebers die Zertifizierung als Fachbetrieb nach WHG.

Zur erfolgreichen Zertifizierung sind vom Betrieb bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen:
  • Geräte und Ausrüstungsteile müssen verfügbar sein, durch die die Erfüllung der Anforderungen nach § 62 Absatz 1 und 2 des Wasserhaushaltsgesetzes und der AwSV gewährleistet wird,
  • es ist eine betrieblich verantwortliche Person zu bestellen, die eine einschlägige qualifizierte Ausbildung abgeschlossen hat, mindestens 2 Jahre Berufspraxis im Tätigkeitsbereich vorweisen kann und über ausreichende Kenntnisse von spezifischen wasserrechtlich relevanten Themen verfügt,
  • es wird nur Personal eingesetzt, das über die erforderlichen Fähigkeiten für die vorgesehenen Tätigkeiten verfügt und
  • es sind Arbeitsbedingungen geschaffen, die eine ordnungsgemäße Ausführung der Tätigkeiten gewährleisten.
WHG-Fachbetriebe erhalten von der überwachenden Sachverständigenorganisation ein Zertifikat, das als Nachweis der Fachbetriebseigenschaft gegenüber Anlagenbetreibern und Behörden im Original oder als beglaubigte Kopie vorzulegen ist. Darüber hinaus werden die Fachbetriebe von den Überwachungsorganisationen auf Internet-Portalen veröffentlicht.

Voraussetzung einer Zertifizierung ist die erfolgreiche Teilnahme an Schulungen durch eine Sachverständigenorganisation zum Erwerb der spezifischen wasserrechtlichen Kenntnisse. Mit der Zertifizierung als Fachbetrieb nach WHG erfüllt Ihre Firma die gesetzlichen Vorgaben des anlagenbezogenen Gewässerschutzes und Sie stärken Ihren Kompetenznachweis.

Kontakt zur Auswahl geeigneter Seminarangebote und/oder zur Aufnahme Ihres Betriebes in die Überwachung und Zertifizierung:
Henrik Faul, TÜV SÜD Industrie Service GmbH, Mannheim
Phone: +49 621 395-699
Fax: +49 621 395-632
Email: henrik.faul@tuev-sued.de