Klima und Energie
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Klima und Energie: Energiekick für die europäische Energiewende (04.07.2018)

Die EU erhöht das Tempo bei der Energiewende: Mit dem Gesetzespaket "Saubere Energie für alle Europäer" gestaltet die EU ihren Rechtsrahmen für Energie bis zum Jahr 2030 neu. Ende Juni haben die Mitgliedstaaten im Rat der Europäischen Union einem Kompromiss zum ersten Teil des Gesetzespakets zugestimmt. Dieser Kompromiss betrifft die Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie, die Neufassung der Energieeffizienz-Richtlinie und die neue Governance-Verordnung.

Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU

Mit der neu gefassten Erneuerbare-Energien-Richtlinie gibt sich die EU einen neuen gemeinsamen Förderrahmen für erneuerbare Energien. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch in der EU soll sich bis zum Jahr 2030 auf mindestens 32 Prozent erhöhen. Die Richtlinie sieht verschiedene Maßnahmen vor, um dieses Ziel zu erreichen – und zwar sowohl im Strom-, als auch im Wärme- und Verkehrssektor.

So sollen die Mitgliedstaaten den Erneuerbaren-Anteil im Wärme- und Kältesektor ab dem Jahr 2021 jährlich um 1,3 Prozentpunkte steigern. Im Verkehrssektor soll sich der Anteil erneuerbarer Kraftstoffe bis zum Jahr 2030 auf 14 Prozent erhöhen – vor allem durch neue Technologien und Kraftstoffe wie beispielsweise Elektromobilität und "Power to X" (strombasierte syntethische Kraftstoffe). Der Anteil der "Biokraftstoffe der ersten Generation", die aus Anbaupflanzen hergestellt werden, wird durch die neue Richtlinie begrenzt.

Neufassung der Energieeffizienz-Richtlinie der EU

Die neu gefasste Energieeffizienz-Richtlinie sieht vor, dass der Primärenergieverbrauch innerhalb der Europäischen Union bis zum Jahr 2030 um 32,5 Prozent gegenüber einer zugrunde gelegten Referenzentwicklung reduziert wird. Wichtig ist, dass das zentrale Umsetzungsinstrument – die sogenannte "Endenergieeinsparverpflichtung" – gestärkt wurde. Dazu wurden erstmals reale Einsparungen von 0,8 Prozent pro Jahr vereinbart. Bislang mussten die Mitgliedstaaten zwar Einsparmaßnahmen im Umfang von 1,5 Prozent ergreifen, diese konnten sie aber durch zahlreiche Ausnahmemöglichkeiten herunterrechnen.

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