Klima und Energie
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WHG Know-how

Glossar 

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BegriffErklärung

Abfackeln

Das Verbrennen von Gas, das nicht zurückgehalten oder produktiv genutzt werden kann. In einigen Fällen, wenn auf weit von den Verbrauchern entfernten Förderfeldern das mit dem Öl verbundene Erdgas gemeinsam mit diesem freigesetzt wird, erfolgt das Abfackeln des entweichenden Gases in erster Linie aus Sicherheitsgründen. Die IPCC-Richtlinien bezeichnen Emissionen, die durch Abfackeln entstehen, als flüchtige Emissionen.

Activities Implemented Jointly, oder AIJ (Gemeinsam durchgeführte Maßnahmen)

Testphase für Joint Implementation (JI) gemäß der Definition in Artikel 4.2 (a) des Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen. In dieser Testphase können Industrienationen (und deren Wirtschaftsunternehmen) sowie Industrie- und Entwicklungsländer gemeinsame Projekte durchführen. AIJ-Maßnahmen sollen es den Vertragsparteien ermöglichen, Erfahrungen mit gemeinsam durchgeführten Projekttätigkeiten (Joint Implementation) zu sammeln. Die bei den während der Testphase durchgeführten AIJ-Projekten erzielten Reduktionen werden nicht angerechnet. Die Zukunft der AIJ-Projekte und wie diese eventuell mit den Kyoto-Mechanismen verbunden werden können ist noch offen.

Additionality (Zusätzlichkeit)

Laut den Artikeln des Kyoto-Protokolls zu Joint Implementation und Clean Development Mechanism ist eine Vergabe von Emissionsreduktionseinheiten (ERU & CER) für projektbasierte Maßnahmen geplant, vorausgesetzt diese Projekte führen zu Reduktionen, die 'zusätzlich zu denen entstehen, die ohne die Projektmaßnahme entstehen würden'. Dieser Punkt bedarf noch weiterer Klärung durch die Vertragsparteien.
Einige Vertragsparteien unterscheiden inzwischen verschiedene Arten von Kriterien bezüglich dieser Zusätzlichkeit:

  • Umweltbezogene Zusätzlichkeit - die Anrechnung basiert rein auf der Höhe der erzielten Begrenzung bzw. Reduktion von Treibhausgasen
  • Finanzielle Zusätzlichkeit - die Projektfinanzierung müsste seitens der Regierungen und der GEF zusätzlich zu bereits bestehenden Verpflichtungen im Rahmen der offiziellen Entwicklungshilfe erfolgen
  • Investitionsbezogene Zusätzlichkeit - bei diesem Ansatz zur Bestimmung, ob ein Projekt für Kredite in Frage kommt, müssten die Investoren belegen, dass die erzeugten Kredite, die finanzielle bzw. wirtschaftliche Bestandsfestigkeit des Projekts signifikant verbessern
  • Technologische Zusätzlichkeit - bei dem Projekt muss die für die im jeweiligen Gastgeberland herrschenden Umstände bestmögliche verfügbare Technologie zum Einsatz kommen

AIJ

Siehe Activities Implemented Jointly

Aktionsplan von Buenos Aires

Der Maßnahmenplan, der von den Regierungen auf der im November 1998 in Buenos Aires abgehaltenen 4. Vertragsstaatenkonferenz (COP-4) vereinbart wurde. Dieser Aktionsplan nennt das Ziel, bezüglich einer Reihe offener Punkte zum Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen und zum Kyoto-Protokoll bis zur 6. Vertragsstaatenkonferenz (COP-6) eine Klärung herbeizuführen. Dies betrifft in erster Linie Fragen zu den Kyoto-Mechanismen sowie zur Erfüllung des Protokolls.

Ebenfalls im Maßnahmenkatalog enthalten sind die Entwicklung und der Transfer von Technologie, die Entschädigung bei unerwünschten Nebenwirkungen (des Klimawechsels und der zu dessen Eindämmung ergriffenen Maßnahmen) sowie der Stand der im Rahmen des Testprogramms Activities Implemented Jointly (AIJ) durchgeführten Projekte. Auch bezüglich dieser Punkte sollte bis zur 6. Konferenz der Vertragsstaaten Klarheit herrschen.

Anfangsphase des EU-Emissionshandels

Erster Dreijahreszeitraum von 01.01.2005 bis Ende 2007 in dem erstmals der EU-Emissionshandel stattfinden wird.

Annex-B-Länder

Der Anhang B des Kyoto-Protokolls enthält eine Auflistung der Industrienationen, die sich dazu verpflichtet haben, ihre Treibhausgasemissionen im Zeitraum zwischen 2008 und 2012 zu regulieren. Zu den in Anhang B aufgeführten Ländern zählen die OECD-Staaten, die Länder Mittel- und Osteuropas sowie die GUS. Die Annex-B-Länder sind nicht vollständig deckungsgleich mit den Annex-I-Ländern. Zu den Annex-I-Ländern zählen auch die Türkei und Weißrussland. Im Gegensatz dazu werden in Anhang B auch die Länder Kroatien, Monaco, Liechtenstein und Slovenien genannt.

Annex-II-Länder

Der Anhang II zum Rahmenübereinkommen enthält eine Liste aller OECD-Staaten (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) des Jahres 1990. Laut Artikel 4.2 (g) des Rahmenübereinkommens wird von diesen Ländern die Bereitstellung finanzieller Mittel erwartet, um den Entwicklungsländern bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu helfen, z.B. der Erstellung nationaler Gutachten und Berichte. Von Annex-II-Ländern wird außerdem der Transfer umweltfreundlicher Technologien an Entwicklungsländer erwartet.

Annex-I-Länder

Der Anhang I zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) enthält eine Aufzählung aller OECD-Staaten (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) des Jahres 1990 sowie der Länder Mittel- und Osteuropas, die sich im Übergang zur Marktwirtschaft befinden (nicht enthalten sind das ehemalige Jugoslawien sowie Albanien). Andere Länder werden normalerweise als Nicht-Annex-I-Länder bezeichnet. In Artikel 4.2 (a & b) des Rahmenübereinkommens verpflichten sich die Annex-I-Länder konkret, bis zum Jahr 2000 ihre Treibhausgasemissionen einzeln oder gemeinsam auf das Niveau von 1990 zurückzuführen.

Anpassung

Anpassung natürlicher oder anthropogener Systeme an eine neue bzw. sich ändernde Umwelt. Unter dem Begriff Anpassung an die Klimaänderung versteht man die Anpassung natürlicher oder anthropogener Systeme in Form einer Reaktion auf tatsächliche bzw. erwartete klimatische Reize bzw. deren Auswirkungen, um Schäden zu begrenzen bzw. Vorteile zu nutzen.

Anthropogene Treibhausgasemissionen

Treibhausgasemissionen, die mit menschlichen Tätigkeiten in Verbindung gebracht werden.

Dazu zählen

Assigned Amounts (Zugeteilte Emissionsmengen)

Das Kyoto-Protokoll bezeichnet die Gesamtmenge an Treibhausgasemissionen, zu deren Einhaltung sich die Industrieländer im ersten Verpflichtungszeitraum (2008 - 12) verpflichtet haben, als zugeteilte Emissionsmenge.
Diese Menge berechnet sich nach folgender Formel:
Die Gesamtemission an Treibhausgasen des Jahres 1990 mal 5 (aufgrund des fünfjährigen Verpflichtungszeitraums) multipliziert mit dem Prozentsatz, zu dem sich das Land gemäß der Liste in Anhang B des Protokolls verpflichtet hat (z.B. 92 Prozent im Falle der EU, 93 Prozent im Falle der USA).

Die Einheiten der zugeteilten Emissionsmengen werden entweder als PAA (Teile der zugeteilten Emissionsmenge) oder als AAU (Einheiten der zugeteilten Emissionsmenge) bezeichnet.

Atmosphäre

Die Gashülle, welche die Erde umgibt und durch die Erdanziehungskraft an diese gebunden ist. Die Atmosphäre unterteilt sich in Schichten:

  • die Troposphäre (von Bodennähe bis zu einer Höhe von 8 - 17 km)
  • die Stratosphäre (bis zu 50 km)
  • die Mesosphäre (zwischen 50 und 90 km)
  • und die Thermosphäre, die den Übergang zum Weltraum darstellt

Der Austausch zwischen den Schichten geht extrem langsam vor sich.

Aufforstung

Die Maßnahme bzw. der Vorgang eine in der letzten Zeit nicht bewaldete Fläche zu bewalden.

Aufforstung, Wiederaufforstung, Abholzung

Hierbei handelt es sich um die drei in Artikel 3.3 des Kyoto-Protokolls aufgeführten Maßnahmen der Landnutzungsänderung und der Forstwirtschaft. Die Vertragsparteien dürfen die sich aus diesen Maßnahmen ergebenden Nettoänderungen ihrer Kohlenstoffbestände im ersten Verpflichtungszeitraum zur Erfüllung ihrer laut dem Protokoll definierten Verpflichtungen hinsichtlich der Treibhausgase einsetzen.

Banking

Die am Kyoto-Protokoll beteiligten Vertragsparteien können überschüssige Emissionszuteilungen bzw. -kredite der ersten Verpflichtungsperiode sparen und diese dann in den Folgezeiträumen einsetzen.

Baseline / Referenzszenario

Zur Bestimmung der Menge an Emissionsreduktionen, die aus Klimaschutzprojekten resultieren, ist ein Referenzszenario (engl.: baseline) zu entwickeln, das beschreibt, wie sich der Emissionsausstoß entwickelt hätte, wenn das Projekt nicht durchgeführt worden wäre.

Basisjahr

Die Grundlage für die Emissionsbegrenzung / -reduktion bildet ein sogenanntes Bezugs- / Basisjahr. Für die Treibhausgase CO2, CH4 und N2O wurde 1990 als Basisjahr herangezogen. Für die übrigen Treibhausgase wird wahlweise auch 1995 als Basisjahr akzeptiert.

Betriebliche Einrichtungen

Artikel 12 des Kyoto-Protokolls fordert die Bildung betrieblicher Einrichtungen zur Validierung vorgeschlagener CDM-Projekte und zur Verifizierung und Zertifizierung der erzielten Emissionsreduktionen bzw. des erzielten Abbaus von Emissionen. Diese Einrichtungen unterstehen dem Exekutivrat und letztendlich der COP / MOP.

Biobrennstoff

Ein aus organischer Trockenmasse oder brennbaren Pflanzenölen hergestellter Brennstoff.
Zu den Biobrennstoffen zählen u.a.

  • Alkohole (aus fermentiertem Zucker)
  • Schwarzflotte aus der Papierindustrie
  • Holz
  • und Sojaöl

Biomasse

Die gesamte organische Trockenmasse bzw. die gesamte gespeicherte Energie lebender Organismen.

Biomasse kann entweder direkt durch Verbrennen (z.B. Holz) oder indirekt durch Fermentation zu Alkohol (z.B. Zucker) bzw. die Gewinnung brennbarer Öle (z.B. Sojabohnen) als Brennstoff dienen.

Borrowing (Das Vorziehen / die Kreditnahme von Emissionsrechten künftiger Verpflichtungsperioden)

Das Kyoto-Protokoll gestattet es den Vertragsparteien nicht, Emissionsgutschriften bzw. -einheiten aus den Folgezeiträumen (d.h. den Verpflichtungsperioden nach 2012) zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen in der ersten Budgetperiode (2008 - 12) zu nutzen. Die Vertragsparteien können sich jedoch überschüssige Emissionszuteilungen auf die Folgezeiträume anrechnen lassen

Siehe auch Banking.

Brennstoffwechsel

Die Bereitstellung der Energieversorgung unter Verwendung verschiedener Brennstoffe.
Der Begriff Brennstoffwechsel steht häufig für Maßnahmen, welche die CO2-Emissionen von Stromversorgungsbetrieben durch eine Umstellung von Kohle auf Erdgas reduzieren.

Brennstoffzelle

Eine elektrochemische Vorrichtung, ähnlich einer Batterie, die Wasserstoff und Sauerstoff kombiniert, um Elektrizität, Wärme und Wasser zu produzieren. Der benötigte Wasserstoff kann entweder aus reinem Wasserstoff oder einer Reihe anderer Brennstoffe (wie z.B. Methanol oder sonstiger Kohlenwasserstoffe) stammen, die zuerst in Wasserstoff und Kohlendioxid (CO2) umgewandelt werden.

Brennwertkessel

Brennwertkessel ist ein Heizkessel, der für die Kondensation eines Großteils des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes konstruiert ist.

Bubble (Erfüllungsgemeinschaft)

Gemäß Artikel 4 des Kyoto-Protokolls können mehrere Vertragsstaaten zur gemeinsamen Erfüllung ihrer in Anhang B aufgeführten Reduktionsverpflichtungen ihre Gesamtemissionen unter einer Bubble zusammenschließen. Die Vertragsstaaten können dann, je nach Situation der einzelnen Länder und der innerhalb der Erfüllungsgemeinschaft getroffenen Abmachung die Last gemeinsam tragen. Die 15 EU-Mitgliedsstaaten haben vereinbart, diese Möglichkeit der Bubble-Bildung im ersten Verpflichtungszeitraum zu nutzen und die sich aus diesem Zusammenschluss ergebende Reduktionsverpflichtung gemeinsam zu erfüllen.

Budgetperiode

Siehe Verpflichtungsperiode.

Burden Sharing (Lastenteilung)

Das Kyoto-Protokoll läßt zu, dass sich Länder zu einer Erfüllungsgemeinschaft (Bubble) zusammenschließen und sich ein entsprechend gemeinsames Reduktionsziel geben. Die Europ. Union EU hat dies als einzige Gruppe von Staaten in Anspruch genommen. Innerhalb dieses Bubbles hat die EU 1998 die gemeinsame Reduktionsverpflichtung in Einzelziele der jeweiligen Staaten aufgeteilt und damit die Lasten untereinander aufgeteilt (Lastenteilung bzw burden sharing); z.B. muss Deutschland 21% der Emissionen reduzieren während Portugal seine Emissionen sogar um 27% ansteigen lassen darf.

Cap

Siehe Emissions Cap.

CDM

Siehe Clean Development Mechanism

CH4

Siehe Methan

Clean Development Mechanism, oder CDM (Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung)

Laut der in Artikel 12 des Kyoto-Protokolls enthaltenen Definition verfolgen die in Entwicklungsländern durchgeführten CDM-Projekte zwei Ziele:

  1. sich den Bedürfnissen des Gastgeberlandes bezüglich nachhaltiger Entwicklung anzunehmen und
  2. die Erzeugung von Emissionsgutschriften, die von den Annex-I-Ländern zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen genutzt werden können und somit die Flexibilität bezüglich des Orts, an dem die Vertragsparteien ihren Reduktionsverpflichtungen nachkommen, steigern.
Projekte, die zu einer Begrenzung bzw. Verringerung der Treibhausgasemissionen führen, können, wenn sie vom CDM Executive Board des Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung gebilligt werden, dem Investor (Regierung oder Industrie) Kredite einbringen.

Ein Teil der Erträge aus den Projekttätigkeiten sollte dazu verwendet werden, die Verwaltungskosten zu begleichen und einen Anpassungsfonds einzurichten, der die besonders stark von den nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels betroffenen Entwicklungsländer unterstützen wird, Maßnahmen zur Anpassung an denselben zu ergreifen.

CO2

Siehe Kohlendioxid

Commitment Period Reserve

Um einen ungedeckten Handel der Annex-B-Länder mit den zugeteilte Emissionsmengen zu verhindern, haben einige dieser Länder den Vorschlag gemacht, während der Verpflichtungsperiode einen Teil der zugeteilten Emissionsmengen als Reserve in den nationalen Registern zu belassen.

Dieser unter dem Begriff Commitment Period Reserve bekannte Teil der zugeteilten Emissionsmengen könnte entweder ein fester Prozentsatz der zugeteilten Emissionsmengen sein oder aber ein variabler Prozentsatz, der sich nach dem geplanten bzw. letzten Emissionsniveau richtet.

Conference of the Parties, or COP (Konferenz der Vertragsparteien)

Oberstes Gremium der UNFCCC, das sich aus den Ländern zusammensetzt, welche das Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen ratifiziert bzw. diesem zugestimmt haben.

Die erste Sitzung der COP (COP-1) fand 1995 in Berlin statt,

  • die COP-2 1996 in Genf,
  • die COP-3 1997 in Kyoto und
  • die COP-4 in Buenos Aires
  • Die COP-5 wird in Bonn stattfinden
Siehe auch COP / MOP und Tagung der Vertragsparteien

COP / MOP

Die Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen wird gleichzeitig als MOP (Tagung der Vertragsparteien, oberstes Gremium des Kyoto-Protokolls) dienen.

An Beratungen und Entscheidungen dürfen jedoch nur die Vertragsparteien des Kyoto-Protokolls teilnehmen.

Die MOP kann erst nach Inkrafttreten des Protokolls zusammenkommen.

Desertifikation

Die fortschreitende Zerstörung bzw. Schwächung der Pflanzendecke, insbesondere in den an bestehende Wüsten angrenzenden Trocken- und Halbtrockengebieten. Die Überbeweidung von Weideland, das umfangreiche Abholzen von Wäldern und Waldgebieten, Dürreperioden, großflächige Brandrodung und der Klimawandel, alle diese Faktoren tragen zur Zerstörung oder zur Schwächung der Pflanzendecke bei.

Distickstoffoxid, oder N2O

Eines der sechs Treibhausgase, die mit Hilfe des Kyoto-Protokolls gesteuert und kontrolliert werden sollen. Distickstoffoxid entsteht bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe und in der Düngerherstellung.
Distickstoffoxid hat, bezogen auf einen Zeitraum von 100 Jahren, ein Treibhauspotential von 310.

Siehe Treibhauspotential

Early Crediting

Artikel 12 zum Thema Clean Development Mechanism, gibt zu verstehen, dass im Rahmen des Early CreditingEmissionsgutschriften für CDM-Projekte vergeben werden können, die in der Zeit zwischen 2000 und 2008 durchgeführt werden.

Diese Kredite können als Beitrag zur Erfüllung der Verpflichtungen in dem ersten Verpflichtungszeitraum genutzt werden.

Einhaltung

Artikel 18 des Kyoto-Protokolls befasst sich mit den Sanktionen bei Nichteinhaltung der Bestimmungen. Die Diskussionen bezüglich dieses Artikels befassen sich mit der Struktur eines Ausschusses zur Überprüfung der Einhaltung, Geld- oder anderen Strafen bei Nichteinhaltung und der Frage, ob Nichteinhaltung nur hinsichtlich der in Annex-B aufgelisteten Emissionsziele, oder auch hinsichtlich anderer Aspekte des Protokolls oder des Übereinkommens bewertet werden kann.

Verbindliche Folgen bei Nichteinhaltung können nur durch eine förmliche Änderung des Protokolls eingeführt werden (jede Vertragspartei kann eine Änderung des Protokolls vorschlagen, eine Annahme der Änderung erfordert jedoch, dass diese von dreiviertel der am Protokoll beteiligten Vertragsparteien ratifiziert wird).

Emissionen (Definition des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen)

Die Freisetzung von Treibhausgasen oder deren Vorläufersubstanzen in die Atmosphäre über einem bestimmten Gebiet und in einen bestimmten Zeitraum.

Emissions Cap (Emissionsbegrenzung)

Eine vorgeschriebene Beschränkung innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens, welche die maximalen anthropogene Treibhausgasemissionen, die insgesamt in die Atmosphäre ausgestoßen werden, begrenzt. Das Kyoto-Protokoll schreibt Begrenzungen bezüglich der Treibhausgasemissionen von Annex-B-Ländern bzw. Industrienationen vor.

Emissions Reduction Unit, oder ERU Emissionsreduktionseinheiten

Der Begriff Emissionsreduktionseinheiten bezeichnet eine bestimmte Menge an Reduktionen von Treibhausgasemissionen, die durch ein Joint-Implementation-Projekt erzielt wurden bzw. als Einheit für den Handel mit Treibhausgasemissionen dienen.

Emissionsgutschrift

Emissionsgutschriften (emission credits) werden erzeugt durch erzielte Emissionsreduktionen aus Klimaschutzprojekten (JI, CDM) und sind handelbar. Sie erlauben dem Inhaber zusätzlich zu den ihm zugestandenen Emissionsrechten (assigned amounts bzw. allowances) entsprechend mehr zu emittieren.

Emissionshandel (ET, Emissions-Trading)

Ein marktbasierter Ansatz zum Erreichen von Zielen im Bereich des Umweltschutzes. Dieser Ansatz ermöglicht es den Vertragsparteien, die ihre Treibhausgasemissionen stärker als erforderlich senken, ihre überschüssigen Reduktionen zu nutzen bzw. mit diesen zu handeln, um sie mit Emissionen aus anderen Quellen innerhalb oder außerhalb des Landes zu verrechnen. Der Handel kann im Allgemeinen auf nationaler oder internationaler Ebene stattfinden bzw. von Unternehmen untereinander abgewickelt werden. Artikel 17 des Kyoto-Protokolls ermöglicht den Annex-B-Ländern den Handel mit Emissionsrechten. Das Ausmaß, in dem Unternehmen und andere Parteien an diesem Handel teilnehmen dürfen, ist noch in Verhandlungen zu klären. Der internationale Emissionshandel ist einer der Kyoto-Mechanismen, die darauf ausgerichtet sind, den Annex-B-Ländern eine wirtschaftliche und flexible Lösung zur Reduktion ihrer Emissionen zu bieten, damit sie ihre festgelegten Verpflichtungen erfüllen können.

Emissionsinventar

Die Länder müssen regelmäßig Emissionsinventare bezüglich der Treibhausgase vorlegen. Die IPCC (Sachverständigengruppe für Klimawandel) hat einen Leitfaden veröffentlicht, der erläutert, wie die anthropogene Treibhausgasemissionen und der Abbau von Treibhausgas mit Hilfe eines genormten tabellarischen Berichtsformats für die sechs wichtigsten Sektoren geschätzt und gemeldet werden können.

Zu den sechs Hauptbereichen zählen:

  • die Energiewirtschaft
  • industrielle Prozesse
  • die Verwendung von Lösungsmitteln und anderen Produkten
  • Landwirtschaft
  • Änderungen in der Landnutzung und Forstwirtschaft
  • sowie Abfall
Abgesehen von einem Ansatz auf Grundlage der Einzelsektoren, bei dem die Kohlendioxidemissionen, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen, addiert werden, fordert das IPCC einen Top-Down Ansatz zur Kontrolle, bei dem die Emissionen auf Grundlage der nationalen Daten zum Brennstoffverbrauch berechnet werden. Eine Reihe von Unternehmen und Organisationen erstellen ebenfalls Emissionsinventare und entwickeln Methoden zur Berechnung derselben.

Emissionsreduktion

Unter Emissionsreduktion ist zu verstehen, dass in einem System oder Projekt durch zu ergreifende oder bereits ergriffene Maßnahmen eine Verringerung der Freisetzung an Treibhausgasen erzielt wird. In Klimaschutzprojekten (JI oder CDM) erzielte Emissionsreduktionen (ERUs oder CERs ) können als Emissionsgutschriften übertragen oder gehandelt werden.

Entwaldung

Der Abbau von Waldbeständen durch Abholzen und Brandrodung, um Flächen für landwirtschaftliche Zwecke, Wohn- oder Gewerbebau, Straßen etc. zur Verfügung zu stellen, bzw. das Abholzen der Bäume zur Herstellung von Baumaterialien oder zur Verwendung als Brennstoff.

Entwicklungsländer

Einige Länder haben die Klimarahmenkonvention bzw. das Kyoto-Protokoll zwar angenommen, sind aber nicht im Annex-I der Konvention und nicht im Annex-B des Kyoto-Protokolls genannt und sind somit keine Reduktionsverpflichtung eingegangen. Diese sogenannten Nicht-Annex-I-Länder sind Länder, die sich im Industrialisierungprozeß befinden, d. h., als Entwicklungsland gelten.

Erneuerbare Energien

Energiequellen, die sich durch einen natürlichen Prozess ständig erneuern. Zu den erneuerbaren Energien zählen Technologien, die nicht auf Kohlenstoff basieren, wie z.B. die Solarenergie, Wasserkraft und Windkraft und Technologien die auf Biomasse beruhen.

Zur Bestimmung, in welchem Maß solche auf Biomasse beruhenden Technologien die Nettoemission von Kohlenstoffen begrenzen können, müssen Lebensdaueranalysen durchgeführt werden.

ERU

Siehe Emissions Reduction Unit

Executive Board (EB, Exekutivrat)

Artikel 12 des Kyoto-Protokolls verlangt die Bildung eines Exekutivrats (Executive Board), der den CDM-Mechanismus beaufsichtigt. Der Exekutivrat sollte der Weisungsbefugnis und Leitung der Konferenz der Vertragsparteien (COP / MOP) unterstehen.

Folgende Punkte könnten unter die Zuständigkeit des Exekutivrates fallen:

  • die Akkreditierung betrieblicher Einheiten
  • die Pflege des CDM-Referenzhandbuchs
  • die Erstellung und Pflege von Informationen über CDM-Projekte, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollten
  • die Prüfung der geographischen Verteilung der CDM-Projekte
  • die Empfehlung, welche Projektarten in den Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung eingeschlossen bzw. von diesem ausgeschlossen werden sollten
  • die Erhebung eines Teils der Einkünfte aus CDM-Projekten und die Ausgabe der im Rahmen von CDM-Projekten generierten zertifizierte Emissionsreduktionseinheiten (CER).

FCKW

Siehe Fluorchlorkohlenwasserstoffe

FKW

Siehe Perfluorierte Kohlenwasserstoffe

Flexibilitätsmechanismus

Siehe Kyoto-Mechanismen

Flexible Mechanismen (Flex Mex)

Mit den flexiblen Mechanismen, die auch Kyoto-Mechanismen genannt werden, sind die marktbasierten Instrumente des Kyoto-Protokolls gemeint. Es handelt sich dabei um die Mechanismen Joint Implementation, Clean Development Mechanism, Emissions Trading.

Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW)

Die in dem Montrealer Protokoll des Jahres 1987 behandelten Treibhausgase, die im Bereich der Kühltechnik, in Klimaanlagen, in der Verpackung, in Dämmstoffen, sowie als Lösemittel oder als Treibmittel für Aerosole zum Einsatz kommen. Da die FCKW in der bodennahen Atmosphäre nicht zerstört werden, geraten sie in die höher gelegenen Schichten der Atmosphäre und zerstören dort bei Vorliegen geeigneter Bedingungen die Ozonschicht. Diese Gase werden durch andere Verbindungen u.a. Teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe (H-FCKW) ersetzt, auf die das Kyoto-Protokoll nicht eingeht (da sie bereits im Montrealer Protokoll des Jahres 1992 behandelt wurden) sowie teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe, die zu den im Kyoto Protokoll behandelten Treibhausgasen zählen.

Focal Point

Offizielle, für die Akkreditierung von AIJ-Projekten zuständige Person. Meist handelt es sich um hochrangige Beamte eines nationalen Ministeriums. Die Focal Points sind in dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen aufgeführt.

Forstwirtschaft

Der Begriff Forstwirtschaft steht für die Anwendung biologischer, physikalischer, quantitativer, unternehmerischer, sozialer und politischer Grundsätze auf die Regeneration, Pflege, Nutzung und Umwandlung von Wäldern, zur Erfüllung bestimmter Ziele bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der forstwirtschaftlichen Produktivität. Die Intensität der Bewirtschaftung reicht von Flächen, die als Naturwälder ohne jegliche Nutzung ausgewiesen werden, bis zu Flächen zur intensiven Holzgewinnung. Die Forstwirtschaftung umfasst den gesamten Zyklus von Regeneration, Pflege, Schutz, Ernte, Nutzung und Zutritt.

(Aus: IPCC Special Report LULUCF.)

Fossile Brennstoffe

Brennstoffe auf Kohlenstoffbasis, die sich über extrem lange Zeiträume im Boden entwickeln. Zu den fossilen Brennstoffen zählen Kohle, Öl und Erdgas.

Fungibilität

Der Begriff Fungibilität bezeichnet die Möglichkeit, eine Einheit bzw. ein Produkt oder eine Währungseinheit gegen eine andere austauschen bzw. durch eine andere ersetzen zu können. Die Verhandlungen zum Thema Fungibilität beziehen sich darauf, ob Emissionseinheiten frei austauschbar sind, d.h. ob eine ERU genau einer AAU / PAA bzw. einer CER entspricht.

GEF

Siehe Global Environment Facility

GHG

Siehe Treibhausgase

Global Environment Facility, oder GEF

Ein von den Industrienationen zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen gemäß den diversen internationalen Umweltabkommen eingerichtetes multilaterales Finanzierungsprogramm. Die GEF ist ein Mechanismus zur Zwischenfinanzierung in Zusammenhang mit dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, insbesondere zur Deckung der Kosten, die den Nicht-Annex-I-Ländern durch die Berichterstattung entstehen. Die GEF bietet Finanzmittel zusätzlich zur traditionellen Entwicklungshilfe an, indem sie die zusätzlichen bzw. vereinbarten Mehrkosten übernimmt, die den Nicht-Annex-I-Ländern entstehen, wenn ein nationales, regionales oder globales Entwicklungsprojekt gleichzeitig globale Umweltziele verfolgt, z.B. Projekte zur Biodiversität.

Global Warming Potential oder GWP (Treibhauspotential)

Ein zeitabhängiger Index, mit dem der Strahlungsantrieb auf Massenbasis eines bestimmten Treibhausgases in Relation zu dem Strahlungsantrieb von CO2 gesetzt wird. In der ersten Verpflichtungsperiode werden die im Kyoto-Protokoll genannten Gase gemäß ihrem Treibhauspotential gewichtet, das sich gemäß Second Assessment Report der IPCC aus dem Jahr 1995 auf einen Zeitraum von 100 Jahren bezieht. Laut diesem Bericht hat beispielsweise ein Kilogramm Methan einen um das ca. 21fache höheren Strahlungsantrieb als ein Kilogramm CO2.

CO2 hat laut Definition ein Treibhauspotential von 1, folglich hat Methan bezogen auf einen Zeitraum von 100 Jahren ein Treibhauspotential von 21.

Globale Erwärmung

Die Ansicht, dass auf der Erde ein Temperaturanstieg zu verzeichnen ist, der teilweise auf anthropogene Treibhausgasemissionen zurückzuführen ist, die beispielsweise beim Verbrennen fossiler Brennstoffe bzw. Biomasse, bei der Herstellung von Zement, der Zucht von Kühen und Schafen, der Waldrodung und anderen Änderungen der Landnutzung entstehen.

Grandfathering

Eine Methode, bei der Unternehmen oder anderen juristischen Personen Emissionskredite auf Grundlage des Niveaus ihrer Emissionen zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit (beispielsweise 1990) zugeteilt werden. Unternehmen, die ihre Emissionen seit diesem Bezugsjahr (z.B. 1990) gesenkt haben (z.B. durch Effizienzsteigerung oder Einstellung gewisser betrieblicher Vorgänge) könnten möglicherweise mittels dieses Verfahren belohnt werden. Unternehmen, die nach dem Baseline-Datum gegründet wurden (und daher zu dem festgelegten Zeitpunkt keine Emissionen aufweisen) erhielten, wenn die Zuteilung allein nach dieser Methode erfolgend würde, keinerlei Emissionsgutschriften.

Alternative Methoden zur Zuteilung von Emissionskrediten (Allokation) umfassen u.a. Versteigerung, welche vergleichbar mit der Emissionsbesteuerung ist und die freie Zuweisung auf Verhandlungsbasis.

Grenzvermeidungskosten (Marginal abatement costs, oder MAC)

Die bei der Vermeidung einer zusätzlichen Tonne von Treibhausgasen bezogen auf das aktuelle Niveau entstehenden Kosten.

GuD - Kreislauf

Form der Stromerzeugung, bei der die Abwärme des Generators der Gasturbine Wasser in einem Kessel erhitzt, das wiederum den Generator einer Dampfturbine antreibt und somit zu einer Effizienzsteigerung führt.

GWP

Siehe Global Warming Potential

Haftung

Der Begriff Haftung bezieht sich auf die Konsequenzen, welche Vertragsparteien, die an einem ungedeckten Handel mit Emissionsrechten beteiligt waren, zu tragen haben.

Diesbezüglich wurde eine Reihe verschiedener Alternativen vorgeschlagen, z.B.:

  • der Verkäufer haftet und müsste eine Strafe für Nichteinhaltung entrichten
  • der Käufer haftet, d.h. der Handel würde annulliert und die Einheiten der zugeteilten Emissionsmenge (AAU) würden an den Verkäufer zurückgegeben
  • oder diverse Mischvarianten dieser beiden Alternativen, bei denen beide Vertragsparteien sich die Haftung teilen.

Handel auf dem Primär- und Sekundärmarkt

Bei Waren- und Finanzbörsen steht der Begriff Primärmarkt für Handel, der direkt zwischen Käufer und Verkäufer abgewickelt wird, während ein über Tauscheinrichtungen durchgeführter Handel als Sekundärmarkt bezeichnet wird.

Handel mit Schwefeldioxid (oder SO2)

Um die wirtschaftlichen Folgen des sauren Regens in den USA zu mindern, hat die US-Regierung im Rahmen ihres Clean Air Act (Gesetz zum Immissionsschutz) ein Programm zum Handel mit SO2-Emissionen angeordnet. Dieses Handelssystem wird häufig als Modell für ein internationales Programm zum Emissionshandel im Rahmen des Kyoto-Protokolls zur Begrenzung der globalen anthropogene Treibhausgasemissionen vorgeschlagen.

H-FKW

Siehe Teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe

Hot Air (Heiße Luft)

Einige Länder, insbesondere Russland und die Ukraine, verfügen gemäß dem Kyoto-Protokoll über Emissionszuweisungen, die weit über den im ersten Verpflichtungszeitraum erwarteten Emissionen zu liegen scheinen (infolge des Wirtschaftsabschwungs seit dem Baseline-Jahr 1990). Diese möglicherweise überschüssigen Emissionsrechte werden als Hot Air bezeichnet. Laut dem Kyoto-Protokoll dürfen diese überschüssigen Emissionsrechte mit anderen Vertragsparteien gehandelt werden.

IEA

Siehe Internationale Energieagentur

Internationale Energieagentur, oder IEA

Im Jahr 1973 gegründete Organisation mit Sitz in Paris. Ihr gehören inzwischen 25 Länder (OECD-Mitgliedsstaaten) an.
Ursprüngliche Aufgabe der IEA war die Bewältigung der kommenden Ölknappheit.
Die Mitgliedsstaaten haben sich außerdem auf die Koordinierung ihrer Energiepolitik und die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Energieprogrammen geeinigt.

Die Kernmission der IEA ist bis heute unverändert. Die Organisation hat jedoch ihre Aktivitäten ausgedehnt und stellt jetzt auch energiebezogene Statistiken und andere weltweite Daten und Analysen zur Verfügung. Darüber hinaus erstellt die Organisation regelmäßige Berichte über die Energiepolitik ihrer Mitgliedsstaaten und ausgewählter Nichtmitgliedsstaaten.

Joint Implementation, oder JI (Gemeinsame Umsetzung)

Zur Begrenzung oder Reduzierung von Emissionen bzw. zur Verstärkung des Abbaus durch Senken dürfen Industrieländer gemäß Artikel 6 des Kyoto-Protokolls JI-Projekte durchführen. Auch Artikel 4.2 (a) des Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen ermöglicht es allen Vertragsparteien, gemeinsam Projekte durchzuführen. Laut der Definition des Kyoto-Protokolls ermöglichen JI-Projekte den Industrienationen bzw. den Unternehmen dieser Länder die gemeinsame Durchführung von Projekten zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und die Aufteilung der Emissionsreduktionseinheiten (ERU) unter den an dem Projekt teilnehmenden Ländern. Da JI-Projekte gemeinsam von Annex-B-Ländern (für welche Emissionsobergrenzen gelten) durchgeführt werden, führen die Projekte nicht zur Erzeugung neuer Emissionseinheiten (im Gegensatz zu CDM-Projekten). JI-Projekte können als Investition für den Tauschhandel mit Emissionsreduktionseinheiten betrachtet werden.

Siehe auch Activities Implemented Jointly

Kapazitätsaufbau

Die konstruktive Interaktion von Entwicklungsländern und Privatwirtschaft, die darauf ausgerichtet ist, den Entwicklungsländern beim Aufbau der für eine umweltverträgliche wirtschaftliche Entwicklung nötigen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu helfen. Der Prozess bedient sich der modernen Technologien und Führungssysteme der Privatwirtschaft in Kombination mit kompetenten Arbeitskräften und entsprechenden Gesetzen und Vorschriften.

Gemäß aktuellem Stand der Verhandlungen sollte der Kapazitätsaufbau den Entwicklungsländern helfen, Fähigkeiten aufzubauen, zu entwickeln, zu stärken und zu verbessern, damit sie das Ziel des Rahmenübereinkommens erreichen und am Kyoto-Protokoll teilnehmen.

Klimaänderung (Definition des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen)

Änderungen des Klimas, die unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen sind, welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändern, und die zu den über vergleichbare Zeiträume beobachteten natürlichen Klimaschwankungen hinzukommen.

Klimarahmenkonvention (UNFCCC, United Nations Framework Konvention on Climate Change)

Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimaänderungen wurde auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) im Juni 1992 in Rio ("Erdgipfel") beschlossen und bildet die Grundlage für die weltweiten Anstrengungen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Vertragsparteien dieser Klimakonvention sind gleichbedeutend mit den Vertragsparteien des Kyoto-Protokolls. Die Klimarahmenkonvention wird im Kyoto-Protokoll vereinfacht als "Übereinkommen" bezeichnet. Ziel der UNFCCC ist es, "die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre auf einem Niveau zu erreichen, auf dem eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindert wird".

Klimaschutzprojekt

Ein Klimaschutz-Projekt ist ein projektbasierter Mechanismus des Kyoto-Protokolls zur Reduktion von Treibhausgasen. Zu den Klimaschutz-Projekten gehören Joint Implementation und Clean Development Mechanism.

Klimasystem

Die Gesamtheit der Atmosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre und Geosphäre sowie deren Wechselwirkungen.

Klimaübereinkommen

Siehe Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen bzw. UNFCCC

Kohlendioxid (CO2) -Äquivalent

Jedes Treibhausgas kann hinsichtlich seiner Treibhauswirkung auf Kohlendioxid (CO2) umgerechnet werden. 1 kg Methan (CH4) entspricht zum Beispiel 21 kg CO2-Äquivalent gemäß IPCC.

Kohlendioxid oder CO2

Dieses natürlich vorkommende Gas entsteht auch als Nebenprodukt beim Verbrennen fossiler Brennstoffe, beim Verbrennen von Biomasse sowie bei einer Änderung der Landnutzung und diversen industriellen Prozessen. Kohlendioxid ist das wichtigste anthropogene Treibhausgas, das die Temperaturen auf der Erde beeinflusst. Es dient als Bezugsgröße für alle anderen Treibhausgase und hat dementsprechend ein Treibhauspotential (siehe unten) von 1. Ungefähr 0,036 Prozent der Atmosphäre bestehen aus Kohlendioxid. Das Massenverhältnis von Kohlenstoff zu Kohlenstoffdioxid beträgt 12 / 44.

Kohlendioxiddüngung

Steigerung des Pflanzenwachstums bzw. des Ertrags infolge einer höheren CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Auf die Kohlendioxiddüngung sprechen je nach Photosynthesemechanismus der Pflanzen nur gewisse Pflanzenarten an. Beispiele hierfür sind Bäume, beinahe alle in kalten Klimazonen wachsenden Pflanzen sowie die meisten landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, u.a. Weizen und Reis, nicht jedoch Mais und Zuckerrohr.

Kohlenstoffbindung

Die langfristige Speicherung von Kohlenstoff und Kohlendioxid in Wäldern, Böden und Ozeanen oder unter Tag in erschöpften Öl- und Gasspeichern, Kohleschichten und wasserführenden Schichten von Salinen. Zu den Beispielen zählen u.a.: die Abscheidung und Entsorgung von CO2 aus Rauchgasen oder die Verarbeitung fossiler Brennstoffe zur Herstellung von H2 und kohlenstoffreichen Fraktionen sowie die direkte Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre durch Änderungen der Landnutzung, Aufforstung, Wiederaufforstung, Düngung der Ozeane und landwirtschaftliche Methoden, die den Kohlenstoffgehalt in den Böden verbessern.

Kohlenstoffintensität

Kohlendioxidemission pro Energieeinheit oder wirtschaftlichem Ertrag.

Kohlenstoffkreislauf

Die natürlichen Prozesse, die den Austausch von Kohlenstoff (in Form von CO2, Karbonaten und organischen Verbindungen etc.) zwischen der Atmosphäre, den Ozeanen und den terrestrischen Systemen steuern.

Zu den wichtigsten Komponenten des Kohlenstoffkreislaufes zählen

  • Photosynthese
  • Atmung und Zerfall zwischen atmosphärischen und terrestrischen Systemen (ca. 100 Milliarden Tonnen / Jahr (Gigatonnen))
  • die thermodynamische Invasion und Evasion zwischen den Ozeanen und der Atmosphäre
  • der Betrieb der Kohlenstoffpumpe
  • und der Austausch in der Tiefsee (ca. 90 Milliarden Tonnen / Jahr)
Durch Entwaldung und das Verbrennen fossiler Brennstoffe werden jährlich ca. 7 Gigatonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre freigesetzt. Die gesamte Menge an Kohlenstoff in Speichern beträgt ca. 2000 Gigatonnen in Form von Flora und Fauna, Boden und Gestein auf dem Land, 730 Gt in der Atmosphäre und 38.000 Gt in den Ozeanen (Zahlen aus dem IPCC Third Assessment Report 2001). Betrachtet man noch längere Zeiträume, so zeigt sich, dass auch die geologischen Prozesse der Ausgasung, des Vulkanismus, der Sedimentation und der Verwitterung wichtig sind.

Kohlenstoffsenken

Natürliche oder vom Menschen geschaffene Systeme, die in der Lage sind, das Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufzunehmen und zu speichern. Bäume, Pflanzen und Ozeane können CO2 absorbieren und zählen daher zu den Kohlenstoffsenken.

Konferenz der Vereinten Nationen zu Handel und Entwicklung, oder UNCTAD

1964 von der Generalversammlung gegründet, ist die UNCTAD das wichtigste Organ der UN-Generalversammlung im Bereich Handel und Entwicklung. Hauptziele der UNCTAD sind die Maximierung des Handels, der Investitionen und der Entwicklungsmöglichkeiten von Entwicklungsländern.

Die UNCTAD verfolgt ihre Ziele über

  • Forschung
  • politische Analysen
  • Beratungen von IGO
  • technische Zusammenarbeit
  • und Interaktion mit der Wirtschaft
Die UNCTAD führt ein langfristiges Programm zur Prüfung des internationalen Emissionshandels durch.

Seit 1991 veröffentlicht sie Beiträge zu den wichtigsten Parametern, wie z.B.
  • Wirtschaftlichkeit
  • Eigenkapital
  • Überwachung von Aspekten der Zertifizierung und der Vollstreckung
  • sowie gesetzlicher und institutioneller Aspekte

Kraft-Wärme-Kopplung

Die Verwendung der bei der Dampf- bzw. Stromproduktion anfallenden Abwärme, z.B. die Abluft aus Gasturbinen, für industrielle Zwecke oder als Fernwärme.

Kyoto-Flächen

Kyoto-Flächen Das Kyoto-Protokoll beschreibt die Landnutzung, Landnutzungsänderungen und forstwirtschaftliche Aktivitäten, die es ermöglichen, dass biologische Senken bei der Erreichung der Klimaschutzziele angerechnet werden müssen bzw. können. Die Flächen, auf denen diese Aktivitäten stattfinden, werden als Kyoto-Flächen bezeichnet (gemäß Definition im IPCC Entwurf zu LULUCF).

Kyoto-Mechanismen (vormals Flexible Mechanismen)

Verfahren, die es den Annex-I-Ländern ermöglichen, ihre im Kyoto-Protokoll festgelegten Verpflichtungen mit Hilfe von Maßnahmen, die außerhalb der Grenzen ihrer eigenen Länder durchgeführt werden, zu erfüllen. Die Kyoto-Mechanismen können aufgrund ihrer potentiell marktbasierten Natur die wirtschaftlichen Folgen der geforderten Reduktion von Treibhausgasemissionen mildern.

Zu den Kyoto-Mechanismen zählen:

Kyoto-Protokoll

Das während des Verfahrens zum Berliner Mandat aufgesetzte Protokoll, das bei Inkrafttreten, die in seinem Anhang B aufgelisteten Länder (Industrieländer) zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen verpflichten würde. Diese Verpflichtung bezieht sich auf eine "Gruppe" von Treibhausgasen, die spätestens bis zu dem Zeitraum zwischen 2008 - 2012 um die jeweilig festgelegten Prozentsätze, die sich auf das Emissionsniveau im Jahr 1990 beziehen, reduziert werden müssten. Das Protokoll wurde im Dezember 1997 von allen Vertragsparteien des Klimaübereinkommens in Kyoto, Japan angenommen.

Leakage

Der Begriff Leakage bezeichnet indirekte Auswirkungen von Projekten oder politischen Maßnahmen zur Verringerung von Emissionen, die an anderer Stelle zu höheren Emissionen führen. So führt beispielsweise die Substitution fossiler Brennstoffe zu einem Preisverfall derselben und zur vermehrten Verwendung dieser Brennstoffe an anderer Stelle. Bei CDM / JI-Projekten sowohl im forstwirtschaftlichen als auch im energiewirtschaftlichen Sektor kann Leakage infolge unerwarteter Auswirkungen auftreten. Dazu zählen u.a. unvorhergesehene Umstände, eine falsch definierte Baseline bzw. eine falsch definierte Projektdauer und falsch definierte Projektgrenzen sowie eine ungeeignete Projektplanung.

Least Developed Countries, oder LDC (Besonders unterentwickelte Länder)

Eine inoffizielle Gruppe von Ländern, die mit Hilfe einer Reihe von Kennzahlen u.a. dem Pro-Kop-BIP definiert wird. Laut den derzeitigen Plänen sollen besonders unterentwickelte Länder und kleine, als Entwicklungsländer klassifizierte Inselstaaten eine besondere Anpassungsentschädigung erhalten und in den Genuss der im Rahmenübereinkommen geregelten Finanzmittel, des Technologietransfers, und Kapazitätsaufbaus sowie des Mechanismus für eine umweltverträgliche Entwicklung (CDM) kommen.

LULUCF

Land Use, Land Use Change and Forestry (Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft)

Siehe ARD-Aktivitäten und Kyoto-Flächen

Meeting Of the Parties (des Kyoto-Protokolls), oder MOP

Oberstes Gremium des Kyoto-Protokolls. Das "Meeting" der Vertragsparteien darf erst nach Inkrafttreten des Protokolls (voraussichtlich nach 2002) zusammenkommen. Änderungen des Protokolls dürfen nur von der MOP vorgenommen werden.

Methan, oder CH4

Eines der sechs Treibhausgase, die mit Hilfe des Kyoto-Protokolls gesteuert und kontrolliert werden sollen. Methan hat eine relativ kurze Lebensdauer in der Atmosphäre (10 ±2 Jahre).

Hauptquellen von Methan sind:

  • Deponien
  • Kohleabbau
  • Reisfelder
  • Erdgassysteme
  • und Viehbestand
Der Second Assessment Report des Jahres 1995 schätzte, dass sich das Treibhauspotential von Methan, bezogen auf einen Zeitraum von 100 Jahre, auf 21 beläuft.

Siehe Globales Erwärmungspotential

Methanrückgewinnung

Die Rückhaltung der beispielsweise aus Kohleminen oder Abfalldeponien stammenden Methanemissionen, die dann entweder in Form von kostengünstigen Bewirtschaftungsmethoden oder zur Energieerzeugung erneut genutzt werden.

Methodologie

Der Begriff der Methodologie ist stets im Zusammenhang mit Projekten im CDM-Bewerbungszyklus zu sehen.
Eine Methodologie liefert eine projektunabhängige, allgemein gültige Baseline für einen speziellen Projekttyp.
Sie erklärt, warum ein Projekt, bzw. ein Projekttyp aufgrund seiner Durchführung einen Umweltnutzen im Sinne eingesparter Emissionen nach sich zieht.
In der Methodologie muss die Baseline (das Referenzszenario ohne die Projektmaßnahme) dargestellt werden und die Begründung geliefert werden, warum durch das Projekt, oder den Projekttyp, Emissionen eingespart werden, die im Falle des "business as usual" nicht auch vermieden worden wären.
Es soll umgangen werden, dass Projekte werthaltige Zertifikate liefern, die sowieso, also auch ohne den CDM-Mechanismus, durchgeführt worden wären, zum Beispiel weil sie rentabel sind.
Das in diesem Zusammenhang geforderte Kriterium der Additionality (Zusätzlichkeit) ist für die Anerkennung von Projekten und ihrer Methodologie von größter Wichtigkeit.

Monitoring

Die Überwachung eines Klimaschutz-Projektes oder eines Unternehmens wird über ein sogenanntes Monitoring durchgeführt. Über Messungen, Überprüfungen und Aufzeichnungen ermittelt man die tatsächlichen Emissionen oder Emissionsreduktionen.

Montrealer Protokoll

Internationale Vereinbarung im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, die im Januar 1989 zum schrittweisen Ausstieg aus der Verwendung ozonschichtzerstörender Substanzen in Kraft trat.

Zu diesen Substanzen zählen u.a.

  • FCKW
  • Halon
  • Methylchloroform
  • Kohlenstofftetrachloride
  • H-FCKW
  • und Methylbromid

Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige, umweltverträgliche Entwicklung (Sustainable Development) bedeutet, so zu wirtschaften, dass man die gegenwärtigen Bedürfnisse ausreichend erfüllt und auch zukünftige Generationen eine Umwelt vorfinden, in der sie mit gleichwertigen Wohlstand leben können.

Nationale Aktionspläne

Pläne, die der Konferenz der Vertragsparteien (COP) von allen Vertragsparteien vorgelegt werden und in denen die Schritte, welche die Vertragsparteien zur Begrenzung ihrer anthropogene Treibhausgasemissionen eingeleitet haben, beschrieben werden. Die Vorlage dieser Aktionspläne seitens der Teilnehmerstaaten ist eine Voraussetzung für die Teilnahme an dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen. Die Vertragsparteien müssen im Folgenden der COP regelmäßig über ihren Fortschritt berichten. Die nationalen Aktionspläne gehören zu den nationalen Mitteilungen, zu denen auch das nationale Emissionsinventar bezüglich der Treibhausgase, Quellen und Senken zählt.

Nennwärmeleistung

Nennwärmeleistung ist die vom Hersteller festgelegte und im Dauerbetrieb unter Beachtung des vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrades als einhaltbar garantierte größte Wärmeleistung in Kilowatt.

Nicht-Annex-B-Länder

Länder, die nicht in der in Anhang B des Kyoto-Protokolls enthaltenen Liste der Industrieländer aufgeführt sind.

Nicht-Annex-I-Länder

Länder, welche das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ratifiziert bzw. in dieses eingewilligt haben und nicht in Anhang I dieses Übereinkommens aufgeführt sind.

No-Regrets Maßnahmen

Projekte und Maßnahmen, die zu einer Reduzierung von CO2 Emissionen führen und keine Mehrkosten verursachen oder sich sogar von selbst amortisieren. Als Beispiele seien strengere gesetzliche Vorschriften für energieeffiziente Automobile oder Geräte genannt.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Artikel 12 des Kyoto-Protokolls enthält keinen Verweis auf eine Beteiligung der Öffentlichkeit (bzw. eine Beteiligung der Nichtregierungsorganisationen (NGO)) bei der Genehmigung von CDM-Projekten. Eine solche Beteiligung wurde jedoch von vielen Ländern vorgeschlagen. Die Kriterien und der Zeitpunkt für eine Beteiligung der Öffentlichkeit (d.h. ob die Öffentlichkeit bezüglich der Genehmigung des Projekts und dann nochmals vor Vergabe der Kredite gehört werden soll) sind manchen Regierungen ein Anliegen. Einige Regierungen führen an, dass eine Beteiligung der Öffentlichkeit zwar notwendig sei, ansatzweise jedoch bereits im Rahmen der Projektplanung vorliegt und dass CDM-Projekte innerhalb dieses bestehenden Rahmens abgewickelt werden sollten.

Ökosystem

Das von Wechselwirkungen geprägte System bestehend aus Biozönose (Lebensgemeinschaft von Organismen) und der die Biozönose umgebende abiotische Faktoren.

Ozon

Ozon (O3) ist ein Treibhausgas. In der Troposphäre bzw. im bodennahen Bereich der Atmosphäre kann O3 als Bestandteil des Smogs auftreten. Ozon wird auf natürlichem Wege und über in der Atmosphäre ablaufende Reaktionen gebildet, an denen anthropogene Treibhausgase, u.a. die von Kraftfahrzeugen und Kraftwerken ausgestoßenen NOx, oder Stickoxide, beteiligt sind. Das Montrealer Protokoll bemüht sich um die Kontrolle und Lenkung der Substanzen, welche die Ozonschicht in der Stratosphäre (oberer Teil der Atmosphäre) zerstören, wo Ozon die ultraviolette Strahlung absorbiert.

Perfluorierte Kohlenwasserstoffe, oder FKW

Eines der sechs Treibhausgase, die mit Hilfe des Kyoto-Protokolls gesteuert und kontrolliert werden sollen. Diese Treibhausgase entstehen als Nebenprodukt beim Schmelzen von Aluminium. Ferner dienen sie als Ersatz für FCKW in der Halbleiterproduktion.

Das Treibhauspotential der FKW, bezogen auf einen Zeitraum von 100 Jahren, beträgt zwischen 6.500 und 9.200.

Siehe Treibhauspotential

Quelle (Definition des Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen)

Alle Vorgänge bzw. Tätigkeiten, durch die ein Treibhausgas, ein Aerosol oder eine Vorläufersubstanz eines Treibhausgases in die Atmosphäre freigesetzt wird.

Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, oder UNFCCC

Der 1992 auf dem Weltgipfel in Rio de Janeiro von über 150 Ländern ratifizierte Vertrag. Das Endziel dieses Übereinkommens ist 'die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau zu erreichen, auf dem eine gefährliche anthropogene (vom Menschen verursachte) Störung des Klimasystems verhindert wird'. Obwohl bezüglich der Emissionen keine gesetzlich bindende Höhe festgelegt wurde, enthält der Vertrag das Ziel, dass die Annex-I-Länder ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau des Jahres 1990 senken werden. Das Übereinkommen trat im März 1994 nach Ratifizierung durch mehr als 50 Länder in Kraft. Inzwischen wurde das Übereinkommen von mehr als 180 Nationen unterzeichnet. Im März 1995 fand die erste Sitzung der Konferenz der Vertragsparteien (COP), dem obersten Gremium der Klimarahmenkonvention, in Berlin statt. Das Sekretariat der Klimarahmenkonvention ist in Bonn, Deutschland angesiedelt.

Regelung der Nachfrage

Politik und Programme, die darauf ausgerichtet sind, den Bedarf der Verbraucher an Strom und anderen Energiequellen zu senken. Die Regelung der Nachfrage trägt zu einer Senkung der Notwendigkeit, neue Kraftwerke bauen zu müssen, bei.

Rio+10

Rio+10 ist ein besonderes Treffen der UN-Generalversammlung, das im Jahr 2002 anlässlich des 10. Jahrestags des Rio-Gipfels stattfinden wird. Die Tagesordnung für dieses Treffen wird derzeit erarbeitet. Eine Verhandlung neuer Übereinkommen ist jedoch, im Gegensatz zum Rio-Gipfels, unwahrscheinlich. Das Treffen wird in Johannesburg, Südafrika stattfinden.

Rio-Gipfel

Siehe Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung (UNCED)

Schwefelhexafluorid oder SF6

Eines der sechs Treibhausgase, das im Rahmen des Kyoto-Protokolls eingeschränkt werden soll. In der Schwerindustrie ist Schwefelhexafluorid zur Dämmung von Hochspannungsgeräten und zur Unterstützung der Produktion von Kabelkühlsystemen weit verbreitet. Das Treibhausgaspotential von SF6 ist um das 23.900 fache höher als das Treibhausgaspotential von CO2.

Siehe Globales Erwärmungspotential

Sekretariat der Klimarahmenkonvention

Das Verwaltungs- und Büropersonal der Vereinten Nationen, das für die Regelung der Angelegenheiten des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen zuständig ist. 1996 verlegte das Sekretariat seinen Geschäftssitz von Genf in der Schweiz nach Bonn in Deutschland.

Senken (Definition des Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen)

Alle Vorgänge, Tätigkeiten oder Mechanismen, durch die ein Treibhausgas, ein Aerosol oder eine Vorläufersubstanz eines Treibhausgases aus der Atmosphäre entfernt wird.

SF6

Siehe Schwefelhexafluorid

Small-scale projects

kleinere CDM-Projekte mit folgenden Voraussetzungen

  • Erneuerbare-Energie-Projekte mit einer maximalen Nennleistung von 15 MW
  • Energieeffizienz-Projekte, die den Energieverbrauch maximal um 15 GWh/a senken
  • andere Projekte, die Treibhausgase an der Quelle reduzieren und diese weniger als 15000 t CO2eq pro Jahr direkt emittieren

Speicher

Ein bzw. mehrere Bestandteil(e) des Klimasystems, in denen ein Treibhausgas oder eine Vorläufersubstanz eines Treibhausgases zurückgehalten wird (Definition des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen).

Zu den Kohlenstoffspeichern zählen

  • Ozeane
  • Böden
  • und Wälder

Spurengas

Ein kleinerer Bestandteil der Atmosphäre.

Die wichtigsten Spurengase, die gleichzeitig eine Klimawirkung aufweisen sind:

Subsidiary Body for Implementation, oder SBI (Nebenorgan für die Durchführung des Übereinkommens)

Das als ständiges Organ der Klimarahmenkonvention eingesetzte Nebenorgan für die Durchführung des Übereinkommens über Klimaänderungen (SBI) entwickelt Empfehlungen, um die Konferenz der Vertragsparteien bei der Bewertung und Prüfung der Umsetzung des Übereinkommens zu unterstützen.

Supplementarity (Ergänzung)

Das Kyoto-Protokoll verweist darauf, dass der Emissionshandel und Aktivitäten im Rahmen der Joint Implementation nur ergänzend zu den nationalen Maßnahmen der Industrienationen zur Reduktion der Treibhausgasemission (z.B. Energiesteuern, Vorschriften zur Brennstoffeffizienz, etc.) durchgeführt werden dürfen. Bei einigen der vorgeschlagenen Definitionen des Begriffs 'Supplementarity', z.B. bei einer konkreten Obergrenze, könnten Industrieländer bezüglich der Nutzung der Kyoto-Mechanismen zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen eine Beschränkung erfahren. Dieser Punkt sollte Gegenstand weiterer Diskussionen sein und bedarf der Klärung seitens der Vertragsparteien.

Teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe, oder H-FKWs

H-FKWs zählen zu den sechs Treibhausgasen, die über das Kyoto-Protokoll kontrolliert und gelenkt werden sollen. Sie werden industriell als Ersatz für Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (H-FCKW) hergestellt. Die teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe kommen großteils in der Kühltechnik und in Dämmstoffen zum Einsatz. Ihre Treibhauspotentiale betragen je nach halogeniertem Fluorkohlenwasserstoff das zwischen 140- und 11.700-fache des Treibhauspotentials von CO2.

Transformationsländer

Länder, die sich im Übergang zu einer freien Marktwirtschaft befinden, aber ebenso wie die EU, Japan und die USA als Annex-I-Länder des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen gelten.

Transmissionswärmeverlust

Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz. Es gilt: je kleiner der Wert, um so besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche liefert der Wert einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes.

Treibhauseffekt

Das Abfangen von Wärme durch natürlich vorkommende Gase in der Atmosphäre (Wasserdampf, Kohlendioxid, Distickstoffoxid, Methan und Ozon), welche die Wärme binden und dafür sorgen, dass die Temperatur auf der Erde ca. 30° (60°F) über der Temperatur liegt, die auf der Erde herrschen würde, wenn diese Gase nicht vorhanden wären.

Treibhausgase, oder GHGs

Gase in der Erdatmosphäre, die Infrarotstrahlung absorbieren und wieder abgeben. Diese Gase treten sowohl durch natürliche als auch durch anthropogene Vorgänge auf. Das wichtigste Treibhausgas ist Wasserdampf. Im Kyoto-Protokoll sind folgende Treibhausgase erfasst: Kohlendioxid, Methan, Distickstoffoxid, H-FKWs, FKWs, und SF6

UN Entwicklungsprogramm, oder UNDP

Zweck des UNDP ist es, Ländern (insbesondere Ländern mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen) zu einer nachhaltigen Entwicklung zu verhelfen.

Das UNDP konzentriert sich auf

  • die Bekämpfung der Armut
  • die Regeneration der Umwelt
  • die Schaffung von Arbeitsplätzen
  • und die Frauenförderung
Das Programm unterstützt außerdem die Förderung einer vernünftigen Regierungsform und Marktentwicklung. Die Arbeit des Programms wird mit einem Kernbudget von ca. 800 Millionen US-Dollar finanziert, das zur Finanzierung von Projekten in Entwicklungsländern verwendet wird. Das UNDP ist neben dem UNEP und der Weltbank einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Global Environment Facility.

UN Umweltprogramm, oder UNEP

Gegründet 1972 zur Koordinierung aller Umweltschutzaktivitäten der Vereinten Nationen. Das UNEP verfolgt den Zweck, die große Zahl individueller Bemühungen im Umweltschutz der zwischenstaatlichen, nichtstaatlichen, nationalen und regionalen Umweltorganisationen zu stärken und diese zu integrieren. Das UNEP hat die Ausarbeitung des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen und die Konvention zur Biodiversität gefördert

UNCED

Siehe Rio-Gipfel

UNCTAD

Siehe Konferenz der Vereinten Nationen zu Handel und Entwicklung

UNDP

Siehe UN Entwicklungsprogramm

UNEP

Siehe UN Umweltprogramm

Unerwünschte Nebenwirkungen

Unerwünschte Nebenwirkungen Der Begriff 'unerwünschte Nebenwirkungen' bezieht sich auf die möglichen negativen Folgen des Klimawandels und die durch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen erzeugten Auswirkungen. Zu den unerwünschten Nebenwirkungen zählen das Ansteigen der Meeresspiegel, eine Veränderung der Niederschlagsmenge bzw. des gewohnten Wetters und eine verringerte Nachfrage nach fossilen Brennstoffen und anderen energiereichen Produkten. Die Auswirkungen des Klimawandels können sowohl positiver als auch negativer Natur sein.

Validierung

Die Validierung eines Klimaschutzprojektes durch einen international akkreditierten, unabhängigen Zertifizierer ist ein wesentlicher Schritt bei der Genehmigung eines Projektes als solches, um damit später Emissionszertifikate erzeugen zu können. Bei der Validierung wird geprüft, ob die Kriterien für ein Klimaschutzprojekt erfüllt sind.

Verifizierung

Vor der Emission von handelbaren Emissionszertifikaten muss in Ergänzung zum Monitoring dessen Gültigkeit durch einen akkreditierten Zertifizierer geprüft werden.

Verpflichtungsperiode

Um den Vertragsparteien ein gewisses Maß an Flexibilität bezüglich des Zeitrahmens zu gewähren, in dem sie ihre im Kyoto-Protokoll geregelten Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen erfüllen müssen, gilt für das Reduktionsziel ein Zeitraum von 5 Jahren. Dieser Zeitraum wird als Verpflichtungsperiode bezeichnet. Die erste Verpflichtungsperiode umspannt den Zeitraum zwischen 2008 und 2012. Die Bedingungen für die zweite bzw. weitere Folgeperioden müssen noch verhandelt werden. Das Kyoto-Protokoll fordert die Aufnahme der Verhandlungen zur zweiten Verpflichtungsperiode bis spätestens 2005.

Versteigerung

Die Zuteilung der Treibhausgasemissionen an Emittenten und Unternehmen kann im Rahmen eines nationalen Systems für den Emissionshandel erfolgen, das auf der Bereitschaft beruht, für die Zuteilung von Emissionsrechten zu bezahlen. Die Befürworter dieser Form des Emissionshandels behaupten, der Vorteil einer Versteigerung von Emissionsrechten liege darin, dass sie den Regierungen Einnahmen beschert und Kostensignale an neue und sich in Entwicklung befindliche Marktplätze für den Emissionshandel aussendet. Die Kritiker halten dagegen, die Versteigerung von Emissionsrechten habe den Nachteil einer geringeren politischen Akzeptanz bei den Rechtspersönlichkeiten, die eigentlich von den Emissionsrechten profitieren würden.

Wald

Der Schlüssel zur Ausweisung von Kyoto-Flächen liegt in einer für alle Vertragsparteien einheitlichen Definition des Begriffs "Wald". Diese Definition ist entscheidend zur Berechnung von Quellen und Senken im Rahmen des Kyoto-Protokolls (Artikel 3.3 & 3.4). Es gibt viele Definitionen des Begriffs Wald, die auf dem Status der Landnutzung (Verwaltungsaufzeichnungen / Aufzeichnungen zur Bestellung) oder einer Mindestgrenze bezüglich der Laubbedeckung bzw. der Baumhöhe basieren. Keine der Definitionen war jedoch, wie laut Protokoll erforderlich, speziell auf die Berechnung der Kohlenstoffbestände ausgerichtet. Diese Definition sowie die Folgen bei Verwendung unterschiedlicher Definitionen werden im Einzelnen in Kapitel 3 des Special Report der IPCC zu LULUCF angesprochen.

Weltgipfel bzw. Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung (UNCED)

Der Weltgipfel, bei dem das Klimaabkommen bzw. das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) von über 150 Ländern unterzeichnet wurde, fand 1992 in Rio de Janeiro statt.

siehe Rio+10

Wiederaufforstung

Die Maßnahme bzw. der Vorgang, Land, das vor nicht allzu langer Zeit entwaldet wurde, wieder aufzuforsten.

ZER

Siehe 'zertifizierte Emissionsreduktionseinheiten'

Zertifizierer

Unabhängige Dritte, die als Zertifizierer akkreditiert sein müssen, verifizieren die erreichten Emissionsreduktionen, die den CDM-Kriterien entsprechen.

zertifizierte Emissionsreduktionseinheiten (CERs, Certified Emission Reduction Unit)

Der Begriff 'zertifizierte Emissionsreduktionseinheit' steht für eine bestimmte, durch ein CDM-Projekt erzielte quantitative Reduktion der Treibhausgasemissionen.

Ziele und Zeitpläne

Ein Ziel ist eine bestimmte prozentuale Reduktion von Treibhausgasemissionen (z.B. 6 Prozent, 7 Prozent) ausgehend von einem Bezugsjahr (z.B. 'unter das Niveau von 1990'), die zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. nach einem gewissen Zeitplan (z.B. zwischen 2008 und 2012) zu erzielen ist. Die EU beispielsweise hat sich nach dem Wortlaut des Kyoto-Protokolls bereit erklärt, ihre Treibhausgasemissionen im Verpflichtungszeitraum zwischen 2008 und 2012 um 8 Prozent unter das Niveau des Jahres 1990 zu senken. Eigentlich stellen diese Ziele und Zeitpläne eine Obergrenze (Emissions Cap) bezüglich der Gesamtmenge an Treibhausgasen dar, die ein Land bzw. eine Region innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausstoßen darf.

Zuteilung

Die Aufteilung handelbarer und nicht handelbarer Emissionsrechte unter den Emittenten von Treibhausgasen, um einen Marktplatz für den Emissionshandel zu errichten. Für die Zuteilung von Emissionsrechten gibt es mehrere Verfahren, u.a. Grandfathering und die Versteigerung von Emissionsrechten.

Zuteilungsplan

Nationaler Plan eines EU-Mitgliedsstaates, der regelt, wie den einzelnen Anlagen Treibhausgas-Berechtigungen für das EU-Emissionshandelssystem zugeteilt werden. Der Zuteilungsplan ist zu veröffentlichen und der EU-Kommission zur Prüfung vorzulegen. Der Zuteilungsplan muss auf den Allokationskriterien des Anhangs III der EU-Richtlinie basieren.

Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe für Klimawandel

Sachverständigengruppe, die 1988 von den Regierungen unter der Schirmherrschaft der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gegründet wurde.

Die Sachverständigengruppe erstellt Bewertungen, Berichte und Leitlinien zu folgenden Themen:

  • die wissenschaftliche Aspekte des Klimawandels und dessen mögliche Auswirkungen auf die Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft,
  • technische Entwicklungen
  • mögliche nationale und internationale Strategien zur Reaktion auf den Klimawandel
  • sowie allgemeine Themen
Sie berät die Konferenz der Vertragsstaaten (COP / MOP) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen.
Derzeit ist die IPCC in drei Arbeitsgruppen unterteilt, die sich mit
  1. Wissenschaft
  2. Auswirkungen, Adaption und Anfälligkeit sowie
  3. Minderung beschäftigen.
Es gibt auch eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema Emissionsinventare für Treibhausgase auseinandersetzt.