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Bruchsicheres Glas im Bauwesen

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Bruchsicheres Glas im Bauwesen

Der Normenausschuss der DIN 18008 „Glas im Bauwesen“ hat einen Entwurf zur Neufassung der Norm vorgelegt. Darin fordert er im Kapitel 5.1.4, dass Gläser aus bruchsicherem Glas zu planen / bauen sind, wenn das Glas tiefer als bis 80 cm über die Verkehrsfläche reicht.

Dadurch müssten z. B. Gläser im Innenbereich, Balkontüren, Fenster mit Brüstungen von z. B. 60 cm oder 70 cm, bodentiefe Festverglasungen bzw. die Gläser bei französischen Balkonen mit bruchsicherem Glas, also mit VSG oder ESG hergestellt werden. Hierdurch würden zwei neue Schutzziele in das deutsche Bauwesen eingeführt werden, eine mögliche höhere Verletzungsgefahr bei einem Sturz in eine Scheibe bzw. ein Absturz von Glasscherben.

Kritiker sehen eine unnötige Steigerung von Baukosten und keinerlei begründete Veranlassung. Befürworter und die Glasindustrie argumentieren über eine Steigerung der Sicherheit.

Zwischenzeitlich hat sich die Bauministerkonferenz dem Thema angenommen und an den Vorstand des DIN geschrieben. Für die Bauministerkonferenz ist die geplante Verschärfung nicht nachvollziehbar. Hieraus kann vermutet werden, dass ein entsprechender Passus von einer baurechtlichen Einführung in den Ländern ausgenommen bliebe. Somit würde vermutlich ein entsprechender Passus auch nicht „anerkannte Regel der Technik“ werden.

TÜV SÜD rät den Beteiligten am Bau, die Entwicklung abzuwarten und derzeit für die zitierten Situationen noch keine bruchsicheren Gläser zu projektieren.