Klima und Energie
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Gesetzlicher Anreiz für Energiemanagementsysteme

Begrenzung der EEG-Umlage

Alle Stromkunden zahlen die sogenannte EEG-Umlage. Eine Ausnahme hierbei bildet § 63ff. EEG 2014, der - auf Antrag - eine Begrenzung der EEG-Umlage ermöglicht. Dabei müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Der bezogene und selbst verbrauchte Strom an einer Abnahmestelle übersteigt 1 Gigawattstunde (GWh) im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr.
  • Das Unternehmen gehört zu einer Branche nach Anlage 4 EEG und weist eine hohe Stromkostenintensität* auf. Die konkreten Schwellenwerte für die Stromkostenintensität und die daraus folgende Höhe der Deckelung der EEG-Umlage im individuellen Fall können anhand unserer Übersicht geprüft werden. Mehr Informationen
  • Das Unternehmen betreibt ein Energiemanagementsystem. Ist der Stromverbrauch im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr ...
    ... <5 GWh: alternatives System nach § 3 der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV)
    ... >5 GWh: Zertifizierung nach EMAS bzw. DIN EN ISO 50001 notwendig

  • Antrag beim BAFA zu stellen jeweils bis 30. Juni des laufenden Jahres für Begrenzung im Folgejahr



Energie- und Stromsteuerermäßigungen

Das Energie- und das Stromsteuergesetz gewähren Unternehmen des produzierenden Gewerbes den sogenannten Spitzenausgleich – eine besondere Ermäßigung. Diese Ermäßigung ist seit 2015 an das Vorhandensein eines zertifizierten EnMS nach ISO 50001 bzw. Umweltmanagementsystem nach EMAS gekoppelt.

Ausnahme:

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU, d.h. < 250 Mitarbeiter, < 50 Mio. € Umsatz/Jahr) dürfen alternative Systeme (nach DIN EN 16247-1 oder Anlage 2 der SpaEfV) umsetzen.



Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G)

Unternehmen, die im Sinne der EU-Definition nicht zu den kleinen und mittleren Unternehmen* (KMU) zählen, müssen per Gesetz seit 5. Dezember 2015 Maßnahmen zur Steigerung ihrer Energieeffizienz nachweisen. So regelt es §8 des EDL-G. Damit sind jetzt auch nicht-energieintensive Unternehmen aufgerufen, an der Effizienzschraube zu drehen. Konkret müssen sie ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchführen – sofern sie nicht bereits ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein eingetragenes Umweltmanagementsystem nach EMAS betreiben. Ein Energieaudit ist eine systematische Inspektion und Analyse des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs von Anlagen, Gebäuden, Systemen oder Organisationen. Das Ziel des Energieaudits nach DIN EN 16247 besteht darin, Energieflüsse und das Potenzial für Energieeffizienzverbesserungen zu identifizieren.

Was ist ein Nicht-KMU?

Im Sinne der EU-Definition sind Nicht-KMU alle Unternehmen…

  • mit 250 Mitarbeitern
  • oder mit >50 Mio. € Jahresumsatz bzw. >43 Mio. € Jahresbilanzsumme
  • oder mit mehr als 25 % Anteil am Kapital oder den Stimmrechten von einem oder mehreren anderen Unternehmen
  • oder deren Kapital oder Stimmrechte zu mehr als 25 % einem Außenstehenden gehören (dazu zählen auch öffentliche Stellen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts)
  • oder die an anderen Unternehmen beteiligt sind bzw. eine Beteiligung anderer Unternehmen an ihrem Unternehmen aufweisen


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Dr. Michael Bunk
Telefon: 0351 4202 315
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Mr. Danny Neumeier
Telefon: 0351 4202 216
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